Betreff: Gehörlose Hundeerziehung
Hallo,
wie schon in meiner Vorstellung steht, bin ich hier gelandet, weil ich auf der Suche nach Informationen bin, was die Ausbildung eines Hundes von einem nicht hörenden angeht.
Ich bin Hundetrainerin und am Samstag stand nun eine Gehörlose Familie bei mir in der Welpengruppe. Na ja, ist nur teilweise richtig, denn die Eltern sind gehörlos und der 10 jährige Sohn ist hörend. Diese Familie hat sich nun einen Aussie welpen gekauft, der einfach nur klasse ist und sich schon sehr auf die Familie eingestellt hat. So berichtet der Sohn auf meine Frage, daß er zwar mit dem Hund hierherkomme und die Erziehung zum großteil mache (den hörenden Part) und der Hund sich auf seine Eltern eingestellt habe und so z.b. sich draußen von Ihnen nicht entferne.
Mal davon abgesehen, daß ich Kinder in der Hundeausbildung sehr begrüße (je nach rasse und Größe des Hundes und immer in Begleitung eines Erwachsenen) denke ich jedoch auch, daß ich schon "verpflichtet" bin in diesem Falle mehr einfluß auf die Erziehung zu nehmen, da mir sehr wichtig ist, daß Menschen mit ihren Tieren ein lebenlang spaß haben und das hat man nur wenn schon bei der Erziehung alles möglichst gut verläuft.
Einem zehnjährigen möchte ich jedoch nicht zumuten, den hörenden Teil komplett zu übernehmen, damit die Eltern mit einem Rüden, der vielleicht auch mal austestet in der richtigen Phase klar kommen.
Nun meine Frage :
Wie bekomme ich nun diese Gradwanderung zwischen hörend und nicht hörend hin ohne dabei jemandem auf die Füße zu treten ? Wie kann ich die Familie unterstützen ?
Ich hoffe Ihr wißt wie ich es meine !?
Ich brauche einige Infos dazu, wie ein gehörloser seinen Hund ausbildet. Gibt es spezielle Hilfsmittel ... arbeitet man mit Hundepfeife usw ?
lg
Nicole